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Mehrklänge

 

Mit besonderen Griffen und einem sehr präzisen Ansatz können auf der Flöte mehrere Töne gleichzeitig gespielt werden. Der Schwierigkeitsgrad verschiedener Mehrklänge variiert dabei stark, ebenso ihre dynamische Bandbreite.

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Mehrklängen. Kategorie 1 (häufiger): solche mit Spezialgriffen, die Obertöne ohne engeren Bezug zueinander hervorbringen.  Kategorie 2 (seltener): Solche innerhalb der natürlichen Obertonstruktur eines normal gegriffenen Tones.

 

Wir verzichten hier auf eine detaillierte Auflistung von Mehrklängen. Diese können gefunden werden in:

  • Flouble: eine komplette Sammlung von Mehrklängen zusammengestellt und gespielt vom Flötisten Gergely Ittzés

  • Carine Levine, die Spieltechnik der Flöte, Vol 1 und 2, Verlag Bärenreiter, ISBN 3-7618-1595-6

  • Robert Dick, Tone Development Through Extended Techniques, Multiple Breath Music Company NY, ISBN 0-939407-00-0

  • Pierre-Yves artaud ”flutes au présent“, Èdition Jobert, paris, (USA: Theodore Presser)

 

Tips für die Ausführung

In einem ersten Schritt soll versucht werden, die verschiedenen Töne eines Spezialgriffes zu isolieren und auf ihren dynamischen Umfang hin zu prüfen.

 

Ein Mehrklang ist nur im überschneidenden dynamischen Bereich aller beteiligten Töne möglich.

Kategorie 1: (bottom up)Die Resonanz der Mundhöhle und die Atemführung werden auf die unterste Note eingestellt. Die höheren Noten können nun mit gezielter Lippenspannung hinzugefügt werden. Dabei entspricht der Tonus des Körpers durchgehend dem tiefen Register (man bläst nicht wie gewohnt in das hohe Register).

 

 Kategorie 2: (top down) Man spielt den höheren Teilton mit dem kleinstmöglichsten Tonus des Körpers, führt diesen ins Piano und an die Grenze zum nächst unteren Teilton oder Grundton.

 

Führt man einen Mehrklang ins Pianissimo, können am Schluss der höchste oder der tiefste, in gewissen Fällen auch mehrere Töne übrig bleiben.

 

Erweiterte Möglichkeiten

Mehrklänge können mit Flatterzunge, aeolischen Klängen oder anderen Spieltechniken kombiniert werden.

Notenschrift Beispiel
Video Beispiel

Flöte 1

Harmonischer Mehrklang, Einzeltöne und Zusammenklang (top down)

Flöte 2

Mehrklang mit separaten Einzeltönen, die kombiniert werden

Flöte 3

Akzentuierte Mehrklänge, auch bekannt als ”Cuivré“

piccolo

Einzeltöne, die kombiniert werden

Altflöte

Folge von verschiedenen Mehrklängen

Bassflöte

Folge von verschiedenen Mehrklängen

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